| 1963 |
Harry Wnendt betreut ab 1. Oktober als Angestellter im Landesverband des CVJM dessen Vereine in Südschwaben. Da es kein überregionales Zeltlager für die Jungscharler gibt, macht er sich im Herbst auf die Suche nach einem geeigneten Lagerplatz im Allgäu. Dies erweist sich als schwieriges Unterfangen, ständig stößt er von Seiten der Grundstücksbesitzer auf Ablehnung, denen die Vorstellung eines Zeltlagers auf ihrem Grund und Boden offenbar nicht sonderlich zusagt.
Doch Harry Wnendt bleibt beharrlich und gibt nicht auf, bis er eines Tages von einer Anhöhe aus den Badsee erblickt ... |
1964 |
Das Zeltlager Badsee findet zum allerersten Mal statt. Zu den Teilnehmern zählen etwa 50 Jungen, vor allem aus Memmingen, Woringen, Lauben, Dickenreishausen, Volkratshofen und Buxach. Als Zelte kommen alte ausrangierte Armeezelte zum Einsatz, deren Löcher teilweise einfach mit Kaugummi zugestopft werden. Schon im Anfangsjahr versammeln sich die Teilnehmer abends in der romantisch schönen Scheune des Bauern Wagner, um dort spannende Geschichten zu hören.
Es kommt auch gleich zum ersten nächtlichen überfall, an dem unbekannte Besucher versuchen, nach altem Brauch den Banner zu stehlen. Doch ihre Tat bleibt nicht unbemerkt und anderentags dürfen diese den Mast des Banners zur Schadenfreude aller wieder eingraben. |
1965 |
Die Teilnehmerzahl erhöht sich auf 90. |
1966 |
Ab diesem Jahr gibt es Sanitäter im Lager, die sogar einen eigenen Krankenwagen mitbringen. Erstmals kommen neben den von der Bundeswehr ausgeliehenen Mannschaftszelten weiße Fritzzelte zum Einsatz. Außerdem wird das erste Tageszelt in einer Größe von etwa sechs mal acht Metern gebaut.
Heftige Wolkenbrüche bringen das Lager zur überschwemmung, so dass alle für die restliche Zeit in die Scheune umquartiert werden müssen.
Harry Wnendt beginnt mit seinem Theologiestudium. |
1967 |
Alle Zelte bekommen Holzböden. Es wird ein neues Tageszelt gebaut, da das vorherige im letzten Jahr während des Unwetters unbrauchbar geworden ist. |
1968 |
Die erste Lagermeisterschaft im Fußball findet statt; die Siegermannschaft erhält einen echten Pokal. |
1969 |
Harry Wnendt zimmert im Wald am späteren Lagerplatz den Verschlag, da in der Scheune, wo die Materialien das Jahr über lagern, zu wenig Platz für die Holzroste ist. Außerdem wird eine Bautoilette gemietet. |
1970 |
Harry Wnendt ist nun Pfarrer in Obermögersheim. Nachdem die vorherigen Jahre Bundeswehrköche für das leibliche Wohl sorgten, kocht nun seine Frau Gertrud für alle. Die Teilnehmerzahl hat sich mittlerweile auf rund 350 Leute erhöht. |
1971 |
Das Badefloß wird gebaut und kommt erstmals zum Einsatz. |
1972 |
Ein schwerer Schlag: Nach einer Bandscheibenoperation ist Harry Wnendt teilweise gelähmt. Geschwächt kann er nur stundenweise am Lager teilnehmen, bevor er jeweils wieder zurück nach Isny ins Krankenhaus gefahren wird. Die Lagerleitung übernimmt in diesem Jahr Ernst Schwab. |
1973 |
Harry Wnendt ist von nun an an den Rollstuhl gebunden. Trotzdem sieht er seine Lebensaufgabe weiterhin darin, Kindern unbeschwerte Tage im Zeltlager Badsee zu bieten.
Am See werden eine Waschanlage und eine Dusche gebaut. |
1974 |
Von diesem Jahr an befindet sich das Lager nicht mehr am See, sondern auf der etwa 300 Meter entfernten Wiese am Wald, die ebenfalls der Bauersfamilie Wagner gehört. Ansteigender Tourismus machte den Lagerplatzwechsel notwendig.
Erstmals nehmen auch Mädchen teil. Aufgrund der großen Nachfrage werden zudem ebenfalls erstmalig zwei Lager von jeweils zehn Tagen abgehalten.
Im Wald wird eine neue Waschanlage mit Dusche gebaut, außerdem stehen 5 Bautoiletten zur Verfügung. |
1975 |
Das Tageszelt wird nun am Waldrand aufgebaut. |
1976 |
lle Kinder sind jetzt in den bekannten weißen Fritzzelten untergebracht, außerdem warten sämtliche Zelte mit Holzböden auf.
Harry Wnendt ist Pfarrer in Lentersheim. |
1977 |
Elektrischer Strom erleichtert künftig das Lagerleben, besonders in der Küche. Die Kinder können sich Eis kaufen. |
1978 |
In das Mädchenduschzelt wird ein Boiler mit Warmwasserdusche installiert. |
1979 |
Ein neues Tageszelt, Maße 25 x 8 Meter, wird hinter dem Fußballplatz aufgebaut. Alle Kinder dürfen mit dem "Gogomobil" auf der Wiese herumfahren. Zum ersten Mal findet ein Indianertag statt. |
1980 |
Das Tageszelt wird binnen kürzester Zeit überschwemmt, da von der großen Dachfläche bei Regen Unmengen von Wasser herunterfließen. Man überlegt, wie dies verhindert werden kann. |
1981 |
Zu Lagerbeginn werden Rohre verlegt, damit das Regenwasser ablaufen kann. |
1982 |
Da auf der Lagerwiese an ein paar Stellen das Wasser nach Regenfällen stehen bleibt, werden von der Küche zum Graben Drainagerohre in die Wiese verlegt. |
1983 |
Das Zeltlager Badsee feiert sein 20jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wird die erste Festschrift herausgebracht. Als Special-Day gibt es erneut einen Indianertag, an dem es gilt, im Stile einer Schnitzeljagd einen Schatz zu suchen, der sich als ein Paket schmackhafter Marsriegel entpuppt.
Bauer Wagner baut an der Waldecke einen neuen Dusch- und Toilettenwagen, den das Lager ebenfalls benutzen darf. |
1984 |
Anstelle eines Special-Days gibt es in diesem Jahr eine Dampferfahrt auf dem Bodensee. Mehrere Busse bringen die Lagerteilnehmer nach Lindau, von wo aus die Dampferfahrt beginnt. Das Wetter lässt zwar an diesem Tag etwas zu wünschen übrig, trotzdem ist die Aktion ein Erfolg. |
1985 |
Als Special-Day gibt es heuer einen Asterix-und-Obelix-Tag.
Ansonsten läuft das Programm wie gewohnt ab: Scheune, Lagerfeuer, Sonne, Regen ... |
1986 |
Nur wenige wissen, dass die vielgeliebte Scheune mit ihrer urigen Atmosphäre im nächsten Jahr nicht mehr Bestandteil des Lagers sein wird, denn diese soll umgebaut werden. Ein Jungscharler baut im Wald eine kleine Miniaturlandschaft - die Idee der Mooshäuschen ist geboren! Am Indianertag entführen die "Rothäute" mehrere Küchenmitarbeiter, die die Chefin wieder freikaufen muss. |
1987 |
Im 1. Lager bringen massive Regenfälle (neun von zehn Tagen) das Lager nahe an die Belastungsgrenze. Zum Glück kommt in diesem Jahr erstmals das große Festzelt zum Einsatz, nachdem das Abendprogramm nicht mehr in der Scheune stattfinden kann. So können Bewohner feucht gewordener Zelte ausquartiert und nasse Kleidungsstücke mit Heizstrahlern getrocknet werden. "Wir halten durch!" lautet das diesjährige Lagermotto. Im 2. Lager dominiert dafür sonnenreiches Wetter. Wie bereits 1984 gibt es eine Dampferfahrt auf dem Bodensee. Das Wetter lässt jedoch beide Male zu wünschen übrig. |
1988 |
Das Zeltlager feiert sein 25. Jubiläum. Erstmals gibt es Badseeaufkleber, außerdem dokumentieren am Elternbesuchtag mit zahlreichen Fotos untermalte Schautafeln die Geschichte des Lagers von den Anfangsjahren bis heute. |
1989 |
Wieder ein Indianertag. Eine der zu bewältigenden Aufgaben besteht darin, ein Indianerlager im Wald zu bauen. Es entstehen zum Teil beeindruckende Bauten, von denen der beste prämiert wird. |
1990 |
Der legendäre Sturm Wiebke hat im Frühjahr den größten Teil des Lagerwaldes dem Erdboden gleichgemacht. Ein schwerer Schlag, spendete der Wald doch an heißen Tagen viel Schatten. Da es auch den Platz im Wald, an dem sonst der Kiosk all die Jahre stand, nicht mehr gibt, wird dieser im Verschlag aufgebaut. überlegungen, die biblische Geschichte einmal anders zu präsentieren, führen zu der Idee, Kinder pantomimisch mitspielen zu lassen.
Erstmals nehmen auch Kinder aus Sachsen und Thüringen teil. |
1991 |
Nur langsam gewöhnen wir uns an das neue Bild des Lagerplatzes. Den Wald gibt es nun nicht mehr. Material- und Spielezelt bekommen neue Standorte. |
1992 |
Erste Vorbereitungen für das kommende 30. Badsee-Jubiläum werden getroffen. Am Special Day verwandeln sich die Teilnehmer diesmal in Zigeuner. Die biblische Geschichte wird nicht mehr wie früher jeden Tag von einem anderen, sondern von mehreren Mitarbeitern in einer eingebauten Rahmenhandlung erzählt. Im Lauf der nächsten Jahre müssen die in die Jahre gekommenen Zelte nach und nach ausgetauscht werden. |
1993 |
as Zeltlager feiert sein 30jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass gibt es wieder eine Jubiläums-Festschrift.
Ein Ereignis jagt das nächste. Die Mitarbeiter spendieren dem ahnungslosen Chef (der früher selbst ein leidenschaftlicher Pilot war) und der Chefin einen Freiflug, der auch über den Lagerplatz führt. Während des Fluges formieren sich alle Lagerteilnehmer in großen Buchstaben, so dass vom Flugzeug aus die Grüße "Hallo Chef!" und "Hallo Chefin!" zu lesen sind. Die biblische Geschichte wird erstmals in Musicalform aufgeführt. Als Vorlage dient das Mose-Musical der Gruppe "Farbklecks". Wieder einmal gibt es einen erlebnisreichen Indianertag.
Direkt im Anschluss an das Lager 1993 findet die Hochzeit von Dirk und Sabine statt. Für die anschließenden Feierlichkeiten bleibt das große Tageszelt noch das Wochenende über stehen. Der Chef Harry Wnendt nimmt die Trauung seines Sohnes und Sabine vor.
Alle blicken optimistisch nach vorne, nicht ahnend, was im darauffolgenden Jahr kommen soll ... |
1994 |
Während des alljährlichen Mitarbeiter-Vortreffens vier Wochen vor Lagerbeginn eröffnet der Chef, dass es gilt, Abschied vom Badsee zu nehmen. Innerhalb der nächsten zwei Jahre muss ein neuer Lagerplatz gefunden werden, da der uns wohlvertraute bisherige nicht mehr länger zur Verfügung steht.
Doch dieser Schreck ist noch harmlos im Vergleich zu dem, der unmittelbar darauf folgen sollte:
Etwa eine Woche später wird der Chef mit schweren Unterleibsschmerzen ins Krankenhaus eingeliefert, Diagnose: Krebs.
Im Bewusstsein, bald sterben zu müssen, gibt er seinem Sohn Dirk letzte Instruktionen den Lagerablauf betreffend. Während die Aufbauarbeiten bereits in vollem Gange sind, ereilt dann die Mitarbeiterschaft die traurige Nachricht: Pfarrer Harry Wnendt, der Chef, ist tot.
Dirk Wnendt übernimmt in diesem und in den folgenden drei Jahren die Aufgabe des Lagerleiters. Zusammen mit Hermann Cammann (Cämmy) und Ernst Wurster (Wastl) trifft er im ersten Jahr alle das Lager betreffenden Entscheidungen.
Einen Special Day gibt es in diesem Jahr auf Grund der Umstände nicht.
Obwohl der Fortbestand des Lagers im Unklaren liegt, steht für alle fest, dass der Badsee weiterbestehen muss. Alle Mitarbeiter und Helfer sind ebenfalls aufgerufen, sich anhand einer Checkliste auf die Suche nach einem neuen Platz zu machen. |
1995 |
Zum letzten Mal findet das Lager am idyllisch gelegenen Badsee zwischen Isny und Beuren statt. Auch während des Lagers sucht ein Komitee aus Mitarbeitern in regelmäßigen Abständen in ganz Süddeutschland nach einem geeigneten neuen Lagerplatz. Sogar ein anderer See, der ebenfalls den Namen "Badsee" trägt, wird in Augenschein genommen.
Zu guter Letzt bleiben zwei "Kandidaten" in der engeren Wahl, von denen schließlich der am Langen Weiher bei Aitrang gelegene Platz das Rennen macht. Die Besitzer Max und Rosmarie Einsiedler, besuchen für einen Tag das Lager und machen sich vor Ort ein Bild von dem, was da künftig auf sie zukommt. Sie zeigen sich von der Lagerstruktur sehr beeindruckt.
Der diesjährige Special Day steht wieder einmal im Zeichen der Indianer. |
1996 |
Im Juni findet ein Arbeitswochenende am neuen Platz statt, um Gas- und Wasserleitungen zu verlegen. Anschließend werden sämtliche Materialien aus Beuren zum neuen Platz geschafft, bevor dann am letzten Schultag vor dem Sommerferienbeginn in Bayern die Aufbauarbeiten wie gewohnt beginnen.
Gleich in der ersten Nacht wird das Lager von Pfadfindern eines in der Nähe stattfindenden Pfadfinderlagers überfallen. Drei von ihnen werden gefangen genommen, denen dann nach einer etwas unbequemen Nacht die wenig ehrenvolle Aufgabe zukommt, ihre Tat dadurch zu sühnen, dass sie u.a. für alle Kinder abspülen und das Frühstück zudem mit einem Ständchen musikalisch untermalen. Trotz der Strapazen nehmen die drei es mit Humor.
Während des ersten Lagers werden in einer stürmischen Nacht einige Zelte umgeworfen, vier davon sind für immer unbrauchbar und müssen erneuert werden.
Außerdem gibt es dieses Jahr zwei Duschcontainer, die sich jedoch als unpraktisch erweisen, da sich in ihnen ständig das Wasser staut, so dass davon wieder Abstand genommen wird.
Knüller des Badsee-Lagers 1996 ist wieder einmal der Special-Day, an dem sich alle als Wikinger verkleidet in verschiedenen Wettkämpfen messen. |
1997 |
Als Ersatz für Duschcontainer aus dem Vorjahr wurden zwei neue Duschzelte angeschafft und eine ähnliche Waschanlage wie auf dem alten Platz gebaut. Als Attraktion gibt es erstmals eine Burmabrücke (Seilbrücke zwischen zwei Bäumen in 6 m Höhe). Der Special Day steht im Zeichen einer Invasion von Außerirdischen. Auf ihrem Heimatplaneten haben Frauen das Sagen und es gilt, sich zu fügen: östro-böstro.... Im Tageszelt gibt es erstmalig eine Verstärkeranlage für besondere Einsätze. Nachmittags hören die Jungscharler etwas aus dem Leben von Franz von Assisi. Nächtliche Besucher: mehrere Füchse wagen sich auf den Lagerplatz und bedienen sich vor allem in Abfalleimern. Sie sind vermutlich im Materialverschlag geboren und nun steht in ihrem Wohnzimmer auf einmal ein kleines Zeltlager.
Wachablösung in der Lagerleitung: Dirk ist noch für das 1. Lager verantwortlich und wird groß verabschiedet. Er tritt zusammen mit seiner Frau Sabine für vier Jahre den Dienst als Pastor der Deutschen Seemannsmission in Duala/Kamerun an. Das Zeltlager wird von nun an von Claus geleitet. |
1998 |
Schreiner-Azubis der Berufsschule in Dinkelsbühl bauen einen neuen Süßigkeitenkiosk. Gekocht wird ab sofort in einer nagelneuen eigenen Feldküche (Schnäppchenpreis 27. 636,- DM). Die biblische Geschichte erzählt von dem Evangelisten Lukas. Für die Sieger der Fußballturniere und am Turniertag gibt es eine Neuheit: Badsee-Medaillen. Erstmalig wird ein Discoabend veranstaltet. Robin Hood und seine Bande machen am Special-Day ihre Aufwartung. Nach langem bieten die Schartmanns aus Saulgau wieder eine Fakir- und Gauklershow dar. Erstmals findet diese am Lagerfeuer statt, was die Atmosphäre nochmals deutlich erhöht. |
1999 |
In diesem Jahr wurde wieder ein tolles Programm organisiert: Unter anderem wird am 11.8. eine Sonnenfinsternis geboten, die kaum von Wolken verdeckt wird. In einer klaren Nacht gibt es erstmalig am Badsee ein Open-Air-Kino. Als Leinwand dient der Giebel des Tageszeltes. An einem anderen Abend können die Jungscharler an mehreren kleinen Feuern Würstchen grillen. Parallel dazu gibt es ein Nachtgeländespiel. In der biblischen Geschichte dreht sich alles um David, wie er mit Goliath kämpft und zum König von Israel wird. Am Special-Day wird das Lager in Gallier und Römer geteilt, die von Asterix und Obelix bzw. Cäsar und Kleopatra angetrieben werden. Am Abend findet ein standesgemäßes Festmahl unter freiem Himmel statt. Der Barde ist natürlich gebunden.
An einer baulichen Neuerung erfreut sich vor allem die Chefin: die Bürohütte. Die Zeltlagerorganisation wird aus ihrem Wohnwagen ausgelagert. Der Speiseplan wird immer noch besser: Ab heuer gibt es regelmäßig Nachtisch in lagereigenen Schüsseln.
Als besonderes Ereignis findet unter den Mitarbeitern und Helfern eine Konfirmation statt: Eva Novak wird am 19.08.99 von unserem Pfarrer Uli Tauber konfirmiert. |
2000 |
Max Einsiedler überrascht uns mit einem Neubau: Er hat im Frühjahr eine große Maschinenhalle gebaut, die wir mitbenutzen dürfen. In diesem Jahr dient sie als Ergänzung zum Tageszelt, was sich als sehr praktisch erweist, denn das erste Lager ist extrem verregnet. Der Bach am Waldrand entwickelt sich zum reißenden Strom und bildet einen kleinen See auf dem Lagerplatz. Am Elternbesuchstag verlassen zwei Drittel der Jungscharler das Zeltlager. Trotzdem sinkt die Stimmung nicht und das Lager läuft ganz normal. Als biblische Geschichte gibt es ein Revival: das Mose-Musical. Am Special-Day gibt es eine Zeltlagerversion des Brettspiels „Die Siedler“. In der Lagerleitung zeigen sich ein altes und ein neues Gesicht: Dirk leitet das erste Lager, im zweiten ist Joe verantwortlich. |
2001 |
Erstmalig gibt es kein Tageszelt mehr, stattdessen dient ab jetzt die Scheune der Einsiedlers als Essensraum, Workshophalle, Hockeyplatz und natürlich auch als Veranstaltungsort für das Abendprogramm. Für Kicker, Tischtennis und andere Spiele gibt es ab jetzt das neue Actionzelt, das an der Stelle des früheren Tageszeltes steht. Eine weitere Neuerung ist die 30 m lange Seilbahn beim Lagereingang. Karibik-Insulaner wollen das Lager am Special-Day übernehmen, werden aber spielend und Limbo tanzend abgewimmelt. Die biblische Geschichte erzählt, wie Petrus zu einem Jünger wurde und wie er felsenstark mit Jesus leben durfte. Die Lagerleitung teilen sich wie im folgenden Jahr Joe und Claus. |
2002 |
Heuer gibt es ein noch größeres Workshopangebot: die Jungscharler können Tassen oder Stofftaschen bemalen, Fimo-Schmuck herstellen, Trommeln bauen, Einrad fahren, tanzen, Traumfänger basteln, Gipsmasken anfertigen, mit Window-Colours malen, Graffitis sprühen und, und, und... Der Renner ist aber das Bauen und Spielen von Didgeridoos. Für die Workshops gibt es das neue Kreativzelt neben dem Sportplatz. Dieser ist aber nur bedingt bespielbar, da es im ersten Lager mehrere Tage sehr stark regnet und an einem Tag sogar über 100 l/m² fallen. Die überschwemmung reicht auf dem Platz fast an die von 2000 heran. Die Ausquartierung von 15 Zelten in die Scheune bleibt eine reine Vorsichtsmaßnahme, der Hagel fällt im fünf Kilometer entfernten Reinhardsried, die Feuerwehr, die das Lager vor dem Ertrinken retten will, rückt umsonst an und das Wasser fließt über Nacht wieder ab. Die Laune ist in beiden Lagern hervorragend und die Kinder erleben eine tolle Zeit. Der Special-Day präsentiert sich als Zeitreise in die Steinzeit zu Fred Feuerstein und seiner Familie. Die biblische Geschichte berichtet vom Leben von König Salomo.
Die Teilnehmerzahlen liegen wie in den vergangenen Jahren bei jeweils ca. 360 Jungscharlern, 50 Helfern und 90 Mitarbeitern pro Lager. Alle freuen sich auf ein Wiedersehen im Jahr... |
2003 |
wenn es heißt: 40 Jahre Badsee. Herr, wir danken dir dafür. |